Meinungsforschungen zeigen: Rund die Hälfte der Bevölkerung befürwortet eine Begrenzung der Einwanderung. Gleichzeitig spricht sich eine überwältigende Mehrheit für die Aufnahme von Schutzsuchenden aus. Wie passt das zusammen? Die Einstellungen gegenüber Flüchtlingen sind vielfältiger als gemeinhin angenommen.

„Man darf Besorgnis nicht mit Ablehnung verwechseln“

Der Politikwissenschaftler Dietrich Thränhardt sieht darin aber nicht zwangsläufig einen Widerspruch: „Menschen können gleichzeitig solidarisch sein und sich eine strengere Kontrolle der Einwanderung wünschen. Denn man darf nicht Besorgnis mit Ablehnung verwechseln. Man muss den Menschen zugestehen, dass sie gleichzeitig besorgt und hilfsbereit sein können.“

Die Umfragewerte müssten daher differenziert gesehen werden: „Nicht nur sind die Meinungen zum Thema Flucht und Migration in der Bevölkerung vielfältiger und nuancierter, als man gemeinhin denken würde“, sagt Thränhardt. „Sie haben sich auch im Laufe der vergangenen Jahre verändert. Die Menschen haben sich intensiver mit Themen wie Zuwanderung und Integration auseinandergesetzt. Ihre Ansichten sind dadurch komplexer und differenzierter geworden.“

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